Ja, lang lang ist’s her. Und ja ich lebe auch  noch. Gerade so. Im Moment beginnen bei mir die Vorbereitungen für mein Abschlusssemster und die damit einhergehenden Prüfungen, Abgaben etc. Und dann im Oktober bin ich auch schon Mode- und Textilmanager. Zu dem Thema aber in einem anderen Beitrag mehr.

Zum eigentlichen heutigen Thema: Anfang letzter Woche habe ich mit meinem Prinz Charming einen Kurztrip nach Berlin gemacht. Und der war wirklich kurz. Montag früh ging’s hin, Dienstag früh dann auch schon wieder weiter.

Er ist ja totaler Berlin-Fan. Ich eher mäßig von unserer Hauptstadt begeistert. War ich zumindest bis jetzt. Da ich die üblichen Plätze wie den Alexanderplatz, das Brandenburger Tor und das Judendenkmal bereits gesehen habe, stand der Q’Damm dieses Mal auf dem Programm und Kreuzberg. Bei Gedanken an Kreuzberg hat es mir dann doch schon die Nackenhaare hochgestellt. Warum? Naja, man hört ja so einiges.

Aber erstmal zum Kurfürstendamm:
Was soll ich groß sagen? ‚Ne endlos lange Straße mit Bäumen und sündhaft teuren Shops, von Lagerfeld über Chanel bis Valentino alles dabei, in denen gähnende Leere herrschte. Eigentlich eine „Luxus-Straße“ wie jede andere. Und klar, ich bin ein Fan von Window-Shopping. Aber irgendwann ist dann genug. Dann stehen da diese unfassbar süßen HighHeels von Valentino im Schaufenster, die dich schon seit einer ganzen Weile immer wieder verführerisch anlächeln aber das Bankkonto sagt nein. So ein Mist aber auch. Irgendwann war das dann ziemlich deprimierend und ich fing an mich auf die Häuser an sich zu konzentrieren. Und die fand ich dann fast interessanter als die neusten Couture Kollektionen. Und das will bei mir schon was heißen.

Auf jeden Fall war die Architektur einfach traumhaft. Erinnert hat mich das ganze an Paris. Aber seht selbst:

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(Jaaa, die Bilder könnten besser sein, ich war aber leider nur mit dem iPhone bewaffnet. But you get the idea, right?)

Am Abend ging es dann nach Kreuzberg. And guess what? Ich finds super! Die Straßen sind voll mit Bars, in denen Leute sitzen, denen du förmlich ansiehst dass sie kreativ sind. Und türkischen Back-Shops und Restaurants. Ich hab mich kurz wie in Izmir Gefühl. Das waren diese Läden, die richtig authentisch türkisch sind. Also wo die Mutti noch am Tresen steht und Baklava backt. Und das ganze dann auch noch so schmeckt wie direkt aus der Türkei importiert, nicht so wie bei den Kommerz-Türken, die ihr Essen so verändern, dass es den Deutschen schmeckt. Hier backen und kochen Türken für Türken und das schmeckt unfassbar gut! (Ihr merkt, seit meinem letzten und ersten Türkei-Aufenthalt bin ich „etwas“ in das türkische Essen und vor allem in die Kultur verliebt.)

!! ACHTUNG: FAT-ALERT !!

Wer auf Diät ist sollte besser nicht weiterlesen ;) 

Da wir mal wieder Hunger hatten und festgestellt haben, dass es einfach viel schöner ist zu zweit fett zu werden (ich will euch gar nicht erzählen was wir alles gegessen haben an dem einen Tag), war unser nächster Stop bei „Burgermeister“. Und drei mal darf geraten werden was es da gibt. Richtig! BURGER. Und was für welche. Oh-Mein-Gott. DAS war wirklich der Knaller. Im umgebauten Klohäuschen stehen da zwei fesche Jungs am Grill und brutzeln dir Buletten die dich ins Burger-Eldorado verfrachten. Kein scheiß. Dazu gibts dann so’was abgefahrenes wie Pommer mit Jalapenos. Nicht so mein Ding aber Prinz Charming findet sie super.

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Burger und Pommes mit Chili im „Burgermeister“

Auf dem Weg zum Hotel schlenderten wir an so einigen Bars vorbei, die gleichzeitig skurril und faszinierend waren. Rohe Wände in Kombination mit einer nagelneuen topmodernen Bar, bekritzelte Wände und Kronleuchter und überall alter, wunderschöner Stuck an den Decken. Einfach abgefahrene Kombinationen die trotz ihrer teilweisen „abgefuckten“ Art so unfassbar einladend wirken. Total verrückt, ich war echt erstaunt.

Und genau das ist ein Berlin, das mich überzeugt hat. Multi-kulti, nicht nur was Menschen angeht sondern auch in der Architektur, günstiges und gutes Essen. Ist wohl doch nicht so schlecht, unserer Hauptstadt. „Schön“ würde ich sie jetzt nicht nennen. Aber interessant, aufregend und faszinierend. Das was eben eine Persönlichkeit ausmacht. Denn wer will schon etwas, dass nur schön, ansonsten aber leer ist? 

Was gefällt euch besonders an Berlin? Habt ihr Geheimtips, Sachen die man unbedingt gesehen haben muss? Ich freue mich auf eure Kommentare

xx Tally